Geopark Waldeck-Frankenberg

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Revier Wulmeringhausen

Wulmeringhausen, südlich von Olsberg gelegen, ist ein alter Bergwerksort, der 1312 urkundlich erwähnt wurde. Erstmalig wurde dort u. a. die Grube „St. Johannes der Täufer“  im 16. Jahrhundert beurkundet. In der Zeit von 1664 bis 1682 wurde ein Silberbergwerk „St. Salvator“ betrieben. Ab ca. 1750 wurde die Olsberger Familie Von Schade als Betreiber beurkundet. Südlich des Ortes entstand eine Hammerwäsche. Abgebaut wurden Blei- und Zinkerze (Galmeierze) sowie auch Schwefelkies. Der Bergbau wurde noch bis etwa um das Jahr 1910 betrieben. Noch heute ist das Dorf geprägt von seiner Bergbaugeschichte. Sichtbar geblieben sind alte Abraumhalden und Stollenmundlöcher.

Das kann man erleben:

Bergbaupfad „Grube Gottesgabe“Bergbaupfad „Grube Gottesgabe“

Zahlreiche Bergbaurelikte sind durch einen Bergbaupfad erschlossen, der, von Assinghausen kommend, am Ortseingang beginnt und mit einer erzbefüllten Lore („Hunt“) gekennzeichnet ist.
 


Heimatmuseum WulmeringhausenHeimatmuseum Wulmeringhausen

Im heutigen Dorfgemeinschaftshaus (ehemalige Grundschule) kann ein kleines Heimatmuseum besichtigt werden, das u. a. zahlreiche Exponate zur Orts- und Bergbaugeschichte beherbergt. Öffnungszeiten: Jeder 1. und 3. Freitag im Monat von 16 – 18 Uhr oder nach Absprache (Tel. 02962-1055).


Knick-SchieferungGeologischer Aufschluss „Knick-Schieferung“

An verschiedenen Stellen (Straßenböschungen) im Ort kann das seltene Phänomen der „Knickschieferung“ beobachtet werden. Sie ist Ergebnis einer Entlastung des Einengungsdrucks am Ende der Entstehungsphase des Variszischen Gebirges.


Bergmannspfad Bergmannspfad

Mit der Schließung der Gruben in Wulmeringhausen sind viele Bergarbeiter in die zu Ramsbeck gehörenden, noch in Betrieb befindlichen Gruben gewandert. Auf dem täglichen Marsch zur Arbeit haben sie in Buchenstämme Bildsymbole des Kreuzweges eingeritzt.