Veleda Höhle
Die Veleda Höhle bei Bestwig-Velmede im Sauerland zählt zu den bedeutendsten kulturhistorischen Naturdenkmälern der Region und ist tief in der germanischen Mythologie verwurzelt. Geologisch entstand sie vor rund 350 Millionen Jahren im devonischen Massenkalk, wobei sie heute vor allem durch ihre weitläufige, zweigeteilte Haupthalle und das verwinkelte „Schusterstübchen“ am Ende eines Seitengangs beeindruckt. Ihren Namen verdankt sie der germanischen Seherin Veleda, die laut Legenden dort gewirkt haben soll, was die Höhle zu einem Ort zahlreicher Sagen und Mythen macht.
Archäologisch erlangte die Höhle zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Funde aus der vorrömischen Eisenzeit große Aufmerksamkeit, die auf eine frühe Nutzung als Kult- oder Zufluchtsstätte hindeuten. Heute steht der Schutz des sensiblen Ökosystems im Vordergrund: Um die dort lebenden, bedrohten Fledermausarten während ihrer Winterschlafphase nicht zu stören, bleibt die Höhle von Oktober bis März für die Öffentlichkeit gesperrt. In den Sommermonaten kann die Veledahöhle ausschließlich im Rahmen geführter Touren besichtigt werden, wobei Besucher sich auf konstante Temperaturen von etwa 8 Grad und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit einstellen müssen. Weitere Details zu Terminen und zur Geschichte lassen sich über die offizielle Webseite der Veledahöhle abrufen.