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Die Geotope des Jahres 2026

Im Jubiläumsjahr seines 20-jährigen Bestehens hat der Nationale Geopark GrenzWelten gleich zwei herausragende erdgeschichtliche Objekte als „Geotop des Jahres 2026“ ausgezeichnet: die Quelle Christborn im Burgwald und ihre Umgebung und die Neandertaler Jagdstation in Buhlen, ein Siedlungsplatz früher Menschen.

Beide Standorte stehen exemplarisch für die enge Verbindung von Geologie, menschlicher Besiedlung und der Entstehung unserer heutigen Kulturlandschaften. Außerdem machen sie auf eine weitere Besonderheit der Region aufmerksam: den Boden des Jahres 2026, der unter Schirmherrschaft des Landes Hessen steht. Beide Geotope des Jahres sind sogenannte „Archivböden“ – sie bewahren die Spuren der Vergangenheit.

Quelle Christborn – Naturphänomen von großem Nutzen
Die Quelle Christborn ist nicht nur ein faszinierendes geologisches Phänomen, sondern auch ein Ort, der seit Jahrhunderten die Besiedlung und Nutzung des Burgwalds geprägt hat. Es ist eine überaus ergiebige und stetige Quelle, deren Wasser vielfältig genutzt wurde. Nicht zuletzt als Mühlenantrieb und als Möglichkeit der Besiedlung durch den Menschen. Die Verbindung zur Geologie und zu den grundwasserführenden Schichten macht den Christborn beispielhaft für die Quellen und Moore des Burgwalds zu einem Symbol für die Bedeutung des Untergrunds als Lebensgrundlage.

Neandertaler Jagdstation Buhlen – Zeugnis früher Menschheitsgeschichte
Die Fundstätte in Buhlen belegt, dass bereits vor vielen zehntausenden von Jahren Menschen die geologischen Gegebenheiten der Region nutzten – etwa als Jagdgrund oder Schutzraum. Sie verwendeten die vorkommenden Ressourcen, etwa den Kieselschiefer, um Werkzeuge herzustellen. Die Jagdstation ist damit ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Geologie und menschliche Kultur untrennbar miteinander verwoben sind.

 

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